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Posts Tagged ‘Key Largo’

Stichhaltig

Darum und wegen der Hitze haben wir auf eine Kajaktour verzichtet…

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Bewölkt

Sandstrände auf den Keys sind rar. Meist trifft man auf eine Mischform, bestehend aus Sand und Steinen – ziemlich hart. Wer sich also nach Bilderbuchstränden sehnt (mit Sand fast so weiss und fein wie Mehl), kommt weiter oben in Florida (egal ob Golf- oder Atlantk-Seite) voll auf seine Kosten.
Wir hofften, im Süden von Key Largo etwas Sand(strand) zu finden. Zumindest war in der Beschreibung von Harry Harris Park von einem Beach die Rede. Auf dem kurzen Weg dorthin, machten wir einen Zwischenstopp im Wild Bird Rehabilitation Center. Verletzte Vögel werden dort gesund gepflegt und wenn möglich wieder in die Wildnis entlassen. Das rein aus Spenden finanzierte Center befindet sich mitten in den Mangroven. Ein buchstäblicher Holzweg führt in den Wald hinein, wobei man alle paar Meter auf eine Voliere mit Federn tragenden Patienten trift. Pelikane, Ibis, Geier, Eulen, Falken und Kormorane warten auf ihre Genesung. Vor allem die Pelikane haben es uns angetan. Einige leben frei und sind an Menschen dermassen gewöhnt, dass man fast über sie rüber steigen muss um dem Pfad weiter folgen zu können.
Man sieht dem grundsätzlich geschmack- und liebevoll aufgebauten Center an, dass die Mittel knapp sind. Einige Volieren zeigen doch beträchtliche Zerfallserscheinungen. Die Vögel scheinen aber gut betreut. Und das ist die Hauptsache.

Harry Harris Park entpuppte sich (für uns) als Flop. Nach einem kurzen Augenschein auf harpunierende Jugendliche machten wir uns aus dem Staub. Da sich die Sonne den ganzen Tag nicht blicken liess, erkundigten wir noch ein letztes Mal die Insel. Auf einer Touristen-Karte ist am nördlichen Ende der Insel ein „wichtiger Punkt“ eingezeichnet: Ocean Beach Club. Da auch der Pennekamp Park so gekennzeichnet ist, entschieden wir uns, noch einen Blick auf die Nordspitze des grössten Keys zu werfen. Doch auch hier ein Flop: For members only! Ein Witz, diesen Ort auf einer Turi-Karte speziell zu erwähnen. Anyway. Schliesslich landeten wir wieder im Pennekamp Park und freuten uns über die prächtigen Fische, die wir im trüben Wasser entdeckten.
Morgen wechseln wir ein letztes Mal den Ort in Florida und beziehen damit Unterkunft Nr. 9.

Ach ja. Einer original Filmkulisse statteten wir noch einen kurzen Besuch ab. Die African Queen, das kleine Dampfschiff, auf dem der Humphrey Bogart mit der Katharine Hepburn rum geschippert ist, liegt hier um die Ecke vor Anker.

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Umweltschutz

Heute statten wir dem John Pennekamp State Park auf der Atlantik-Seite von Key Largo einen Besuch ab. Das Wasser war etwas erfrischender, da gefühlte drei Grad „kühler“ als vor unserer Lodge – aber damit immer noch über dreissig Grad warm.
Im deutlich tieferen Nass erschnorchelten wir die originalen (aber künstlich arrangierten) Kanonen, eines 1715 einem Hurricane zum Opfer gefallenen spanischen Schiffs.

In den von uns bisher besuchten State Parks wird Umweltschutz gross geschrieben. „Getting greener“ ist das Motto. Abfalltrennung und strenges Ahnden von Umweltvergehen sollen die Natur besser und nachhaltig schützen. Littering ist den Behörden sichtlich ein Dorn im Auge.
Doch da war doch noch was? Richtig: CO2-Emissionen. Dass unsere Gastgeber zu diesem Thema eine andere Einstellung haben als wir Schweizer ist nichts Neues. Hier ein exemplarisches Beispiel, dass dies auch so gelebt wird: Heute vor dem Waschsalon.
Das tägliche Gewitter hat die Luft feucht und heiss gemacht. Das Platzangebot an Stühlen im klimatisierten Waschsalon ist beschränkt, die Sitzgelegenheiten outside sind zwar leer, aber temperaturbedingt unattraktiv. Also was tut der Einheimische? Er startet die Trommel, setzt sich in sein klimatisiertes Hubraum-Ungetüm und wartet. Die Klimaanlage läuft natürlich nur wenn’s Sechsliter-Motörchen brummt. Und das tut es. Geschlagene neunzig Minuten lang – waschen und tumblern – sorgt die Benzinverbrennung im stehenden Auto für angenehme Verhältnisse. Dazu das Notebook am Zigarrettenanzünder angedockt und gratis Surfen im Internet ist Tatsache, da hier jedes einigermassen innovative Geschäft einen freien Zugang zum WWW anbietet. So auch unser Waschsalon.
Auf einen Schweizer, der bei Rot den Motor abstellt und dem gesellschaftlicher Druck, gesetzliche Vorgaben, moralische und ethische Werte die Lust am Autofahren längst vermiest haben, wirkt der hiesige Umgang mit Benzin schon etwas befremdlich. Treibstoff scheint hier ein unbeschränkt verfügbares, für alle gesellschaftlichen Schichten erschwingliches Gut zu sein. Also: CO2 – who cares?
Ich weiss. Die Europäer versuchen mit gutem Beispiel voranzugehen. Einer muss ja schliesslich. Doch wie war das noch mal mit dem Tropfen auf den heissen Stein? In den USA fahren ja auch die Züge mit Diesel. Und wegen der anhaltenden Finanzkrise ist das Vermindern des CO2-Ausstoss‘ auf der Agenda der Regierung Obama wohl weit nach hinten gerutscht.
Ich bin ehrlich: Ich stelle den Motor bei Rot erst wieder in der Schweiz ab…

Ach ja. Und morgen beginnt hier die Lobster Season. Warum ich das weiss? Weil mich zwei freundliche Police Officers von oben herab (nämlich von ihrem Boot aus) ins Bild setzten. Ohne Taucherflagge wagte ich mich zu weit raus, wobei ich ihre Aufmerksamkeit weckte. Sie ersparten mir die $59 Busse, erläuterten mir, dass während der morgen beginnenden Lobster Season das Schnorcheln nicht mehr erlaubt sei und baten mich, wieder ans Ufer zurück zu schwimmen. Sie hatten ein Herz für einen Treibstoffsparer aus dem alten Europa.

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Ruhe nach dem Sturm

Am Wochenende zieht es die Bevölkerung von Miami auf die Keys. Über zwei Stunden Fahrzeit benötigte man gestern vom südlichen Miami bis nach Key Largo. Die Strassen waren voll von Wochenend-Ausflüglern.
Auch auf dem Meer war Betrieb. Sport-, Fischer- und Tauchboote beschlagnahmten die Bucht vor „unserem“ Häuschen. Heute: Gähnende Leere. Auch die Unterwasserwelt hat ihren Betrieb eingestellt – so scheint es. Gestern noch gab’s einiges zu sehen. Heute präsentiert sich das Wasser vor der Haustür wie ausgestorben. Nur vereinzelt kreuzten Fische die Optik. Ausgefischt? Wir hoffen nicht. Morgen wechseln wir mal auf die Atlantik-Seite.
Auf die Zykaden aber ist verlass. Pünktlich und sehr laut stimmen sie ihr abendliches Konzert an. SUVA-Experten würden mit Sicherheit einen Gehörschutz empfehlen oder gar verordnen. Der Vergleich mit einem bremsenden Zug ist nicht weit hergeholt. Unwahrscheinlich, welchen Sound diese kleinen Tiere produzieren können. Doch diesem fallen sie wohl oft auch zum Opfer. Die gut genährten Echsen lassen diese Vermutung jedenfalls zu.

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Halbzeit

Wir sind Hausbesitzer mit direktem Meeranschluss. Temporär jedenfalls. Der Tagesablauf ist entsprechend unaufgeregt. Einkaufen, schnorcheln, dösen, grillieren.
Wir teilen unseren Gartensitzplatz mit verschiedenen, wenig scheuen Vogelarten, Eichhörchen und Echsen (nicht die grossen Grünen). Und Moskitos (abends). Ohne Insektenschutz kassierte ich vorgestern innert zehn Minuten 17 Stiche. Und man ist wirklich gut beraten, wenn man auch die Kleider einsprayt. Die Biester sind klein, fast lautlos und aggresiv. Aber mit Spray lassen sie einen in Ruhe – mehr oder weniger. Man muss halt Kompromisse eingehen.

Heute ist Halbzeit. Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Florida ist für Liebhaber von Traumstränden, Wassersportler und Naturfans wirklich eine Reise wert. Keine Frage. Die Temperaturen sind wie erwartet (sehr) hoch – ebenso die Luftfeuchtigkeit. Das Autofahren macht Spass und die Distanzen sind für amerikanische Verhältnisse überschaubar.

Auf unserer Rundreise aufgefallen ist uns unter anderem

  • die Sauberkeit und Ordnung die man überall antrifft (diese früher viel gepriesene schweizer Tugend trifft man in den USA eher an als in Helvetien!)…
  • die praktisch fehlende Bautätigkeit in den Städten wie auf dem Land (die seltenen Baustellen, denen wir begegneten, waren Ausbesserungsarbeiten an der Verkehrsinfrastruktur)…
  • die Dimension eines durchschnittlichen Personenwagens (im Vergleich zu dem, was sich hier auf dem Asphalt tummelt, ist unser A6 ein Kleinwagen)…
  • die Gastfreundschaft und Freundlichkeit (gestern hat uns unser Nachbar beispielsweise spontan mit grillierten Hamburgern und Bier überrascht – einfach so…)…
  • die konstante Temperatur von Luft und Wasser (beides über/um dreissig Grad – Tag und Nacht)…
  • die fast tägliche Gewittertätigkeit (selten verging ein Tag, an dem wir keine Blitze gesehen hätten – eine Ausnahme: der 20.7. – ist ja logisch :-))…
  • dass man sich hier sicher fühlt wie in Abraham’s Schoss (wir erlebten keine Situation, die uns irgendwie bedrohlich erschien – ausser im Wasser…quatsch :-))…
  • dass man hier wirklich rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche shoppen kann (sehr praktisch, da profitierten wir schon einige Male)…
  • dass der Amerikaner spätestens ab 20$ die Kreditkarte zückt…
  • dass es in Florida wohl keinen Mann gibt, der keine Angelrute besitzt (überall werden Würmchen gebadet oder auf hoher See (leider) Jagd auf grösseres Getier gemacht)…
  • dass es hier nur eine Motorradmarke zu geben scheint (Harley Davidson) und dass man hier anstelle von Helm und Lederkombi, Flip-Flops, Shorts und T-Shirt trägt…
  • das Fehlen von Hügeln – Florida ist schlicht und einfach flach…
  • dass der Amerikaner drive-in Lösungen bis zum Exzess realisiert (die befahrbare Apotheke als kleines Beispiel)…
  • dass ohne Auto hier gar nichts geht…
  • dass hier wirklich alles, was von Menschenhand gebaut wurde, ein paar Stufen grösser, breiter, höher oder länger ist…
  • dass es sich hier leben lässt – zumindest als Tourist.

So. Der Grill ruft.

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Forfait

Nach vier Stunden Theorie strichen wir unsere diesjährigen Tauchambitionen. Das Programm war für unsere Begriffe zu überladen und wir fühlten uns schlicht überfordert. Da wir uns geschworen haben, jeglichem Stress aus dem Weg zu gehen (schliesslich haben wir ja Ferien), zogen wir kurzerhand die Notbremse. Hinzu kommt, dass wir alle drei klimatische Ermüdungserscheinungen zeigen. Wie in der schweizer Presse zu lesen war, leidet die USA an einer Hitzewelle. Und wir leiden solidarisch mit. Da die Nächte kaum Abkühlung bringen (klimatisieren ist auch nicht immer eine tolle Lösung), ist auch der Schlafsaldo eher im negativen Bereich. Doch in den Ferien ist das nicht so tragisch, ausser man will etwas leisten. Dann fehlt die Energie…
Das bedeutet, dass wir ein wenig umdisponieren und die nächsten beiden Tage nicht mehrheitlich wie vorgesehen unter, sondern über, im oder neben dem Wasser verbringen werden.
Heutiges Highlight beim Schnorcheln: Ein stattlicher Kugelfisch versteckt in einer Seegraswiese.

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Base Camp

Nun sind wir also in Key Largo angekommen, unserem drittletzten Etappenziel. Nach dem Erledigen der Formalitäten in der Tauchschule, bezogen wir unsere Lodge direkt am Golf von Mexico, die uns quasi als Basisstation für unsere Tauchausbildung dient.
Das Foto zeigt einen Teil der Aussicht von unserem Sitzplatz aus. Nach dem touristischen Halli-Galli von Key West, nun eine Oase der Ruhe. Mit etwas Glück lassen sich von hier aus auch Manatees beobachten. Wunderbar.

Doch gross Zeit zum Geniessen dieses lauschigen Plätzchens werden wir wohl kaum haben. Die Tauchschule hat uns nämlich ein dichtgedrängtes Programm zusammengestellt. Bereits morgen um 0745h starten wir mit der Theorie und bis Montagabend werden wir vier Tauchgänge im Meer und diverse Trainings im Pool und weitere Theorieeinheiten absolviert haben. Wir sind gespannt und freuen uns.

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