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Posts Tagged ‘Key West’

Hitzefrei

Heute ergaben wir uns der Hitze. Die Radtour gestern war ja noch einigermassen zu bewältigen. Da waren die technischen Limitationen der Bikes die weitaus grösseren Herausforderungen, als die rund um die Uhr hohen Temperaturen. Doch heute gaben wir Forfait und verzichteten auf die geplante Sightseeing-Tour. Anstelle der Velos starteten wir den Motor unseres klimatisierten SUVs – ab zum Strand! Nicht, dass es dort kühler war, aber zumindest war das Wasser um paar Grädchen „kälter“ als die Luft. Kurz: Möglichst keine Anstrengungen – liegen, lesen, dösen und planschen.

Im Wasser trafen wir wieder auf Kollege Stingray und auch ein Feuerfisch liess sich blicken. Doch die Sicht unter Wasser war trüb – wahrscheinlich das Resultat des nächtlichen Gewitters. Auch sonst war deutlich weniger los als gestern. Mit Ausnahme des Fischschwarms. Dieser hat über Nacht nochmals an Grösse zugelegt. Millionen kleiner Fische versperrten die Sicht auf die seitlichen Felsen und den Meeresgrund. Man schwamm, respektive schnorchelte, in Mitten eines sich dauernd neu formierenden Gebildes. Orientieren musste man sich über Wasser. Wunderschön anzusehen diese Choreografie des Überlebens. In Wikipedia gibt’s übrigens einen interessanten Artikel zum Thema Schwarmverhalten.

Ein weiteres Gewitter kündigt sich an. Sobald es sich verzogen oder ausgeregnet hat, latschen wir noch mal durch die Altstadt und suchen uns ein nettes Beizchen zum Essen. Und dann heisst es morgen tschüss Key West und ahoi Key Largo.

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Premiere

Nach einem gemütlichen Frühstück im Garten unseres Guest Houses sattelten wir die Drahtesel und steuerten Richtung Public Beach von Key West, um ein erstes Mal mit Schnorchel und Taucherbrille einen Blick unter die Wasseroberfläche zu riskieren. Da wo der Golf von Mexico auf den Atlantik trifft gab’s auch wirklich was zu sehen. Zwar trafen wir (noch) nicht die Farbenpracht von Sharm el Sheik an, doch viele der der dort beobachtbaren Fische entdeckten wir auch hier wieder. Doch wir bekamen noch viel mehr vors Gesichtsbullauge: Einen Prachtskerl von einem Zackenbarsch, einen stattlichen Hummer, einen Schwarm kleiner Kalamaren, einen Barracuda mit Beute im Maul, zwei Stachelrochen – einer gross, einer klein und last but not least die Premiere: Einen Ammenhai schlafend in seiner Höhle. Keine schlechte Ausbeute für drei Stunden am Rüssel und dies in nächster Nähe zum Strand.

Nun machen wir uns bereit zur Kalorienaufnahme. Die Drahtesel zerren auch schon ungeduldig an ihren Kettenschlössern und wollen bewegt werden.

PS. Und diese neue Teetasse habe ich heute geschenkt bekommen. Ja, man könnte auch Kafi daraus trinken. Hoffentlich bring ich sie heil nach Hause.

PS2. Herzlichen Dank noch einmal für die vielen Glückwünsche. Hat mich sehr gefreut.

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Ganz unten

Nach anfänglichen Bedenken, der Spielhölle nicht unbeschadet entgehen zu können, ziehen wir eine positive Bilanz vom Miccosukee Resort & Gaming. Das Essen war günstig und schmackhaft, die Bar typisch amerikanisch und das Zimmer geräumig und ruhig. Die Indianer machen einen tollen Job. Elvis, Marilyn Monroe und das Rat Pack zählten vor Jahrzehnten bereits zu den illustren Gästen.

Beim Gang zum Auto am frühen Morgen kam mir ein Waschbär entgegen. Ein Routinier im Umgang mit Zweibeinern. Er schätzte die Lage kurz ein, identifizierte die Waffe in meiner Hand als Fotoapparat und setzte seinen Spaziergang über den riesigen Parkplatz seelenruhig fort. Leider haben wir auf unserer Reise mindestens vier dieser putzigen Tiere am Strassenrand liegen sehen. Hoffen wir, dass unser Kollege sich auch mit Autos gut auskennt.

Weniger Freude hatte ich, als ich den Wagen öffnete. Über Nacht hat eine Ameisendelegation den Weg durch den Motorraum und die Lüftungsschlitze ins Innere der Karosse gefunden. Die detaillierte Schilderung des darauf folgenden Massakers erspare ich der Leserschaft.

Wir starteten also zur Königsetappe unserer kleinen Floridarundreise mit Ziel Key West. Nicht wegen der Distanz, sondern wegen der landschaftlichen Schönheit. Vegetation, Architektur und Stimmung: Karibik pur. Eindrücklich auch, wie der State Highway #1 die Inseln von Key Largo bis Key West miteinander verbindet. Ursprünglich war eine Bahnstrecke geplant. Es wurde auch schon kräftig daran gebaut. Überreste der Pionierarbeiten sind heute noch zu sehen. Doch schliesslich hat sich der Individualverkehr durchgesetzt. Wir konnten auch schon einen Blick auf Duck Key werfen, unserem letzten Aufenthaltsort auf den Keys. Und der sieht sehr vielversprechend aus.

Eine kurze Gewitterfront hielt uns nicht auf und um 1500h checkten wir im Grand Guesthouse ein. Wow! Eine Idylle. Ein mit viel Liebe zum Detail gepflegtes und gestaltetes altes Haus im Südstaatenstil mit herzlichen Gastgebern und einer ebenso herzlichen 13 Jahre alten Labradorhündin, genannt Baileys.

Sogleich machten wir uns auf die Socken in die Duval Street, denn da geht die Post ab und dies nicht nur für Nachtschwärmer. Und eins durfte natürlich nicht fehlen: Der Sunset. Gemeinsam mit Hunderten von Sonnenanbetern verfolgten wir am Hafen das romantische Schauspiel. Wir freuen uns auf die nächsten zwei Tage ganz unten in Florida…

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