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Posts Tagged ‘New York’

Abschied

Die Koffer (um)gepackt, die letzten Einkäufe und finalen Weltstadt-Atemzüge getätigt. Dann brachte uns der Airport-Shuttle des Hotels zum Flughafen. Die beginnende Rush Hour verlangte vom Fahrer alles ab und zuweilen nahm er es mit den Verkehrsregeln – zu Gunsten eines schnelleren Vorwärtskommens – nicht so genau und entlockte dabei seiner Kiste verblüffende Geschwindigkeiten – vor allem in den Kurven. Dennoch dauerte die Fahrt fast zwei Stunden, bis wir gut durchgeschüttelt auf dem JFK Airport am Terminal 4 ankamen. Fazit: Die Strassen von NY sind nicht besser als die von Palermo, denn diesmal lag’s definitiv nicht an den Stossdämpfern…
Die anfangs als üppig eingeplante Transferzeit zum Hotel erwies sich schlussendlich als gerade passend, da uns beim Zoll und bei der Personenkontrolle lange Warteschlangen begrüssten. Mit einer Reserve von zwanzig Minuten kamen wir schliesslich noch rechtzeitig am Gate an.
Als sich das Flugzeug zur Startbahn bewegte, befanden wir uns auf Position 23 – weitere 40 Minutem später hoben wir ab. Etwas andere Dimensionen als in Zürich.
Mittlerweile war es Nacht geworden, was aus dem Start ein atemberaubendes Erlebnis machte. Zuerst das Lichterspiel der Flughafenbefeuerung und nach dem Take Off, der Blick rechts aus dem Flugzeug auf das Lichtermeer von New York und hinten am Horizont, klein und doch gewaltig, die Skyline von Manhatten by Night. Wow! Und unter uns etliche beleuchtete Frachter, die auf die Einfahrt in den Hafen warteten. Das Ganze bei sternenklarer Nacht. Einmalig!

Im Flugzeug die üblichen Erlebnisse: Schweissausdünstungen der übelsten Sorte von vorne und links. Vom Rücksitz rotzte während der Schlafpause eine Dame gefühlte zwei Stunden lang ihr Gehirn im dreissig Sekunden-Rhythmus lautstark in tonnenweise Papiertaschentücher. Der Sitznachbar meiner Frau legte sich zum Schlafen in die Mitte des Flugzeugs vor den Notausgang auf den Boden, worauf dem Maître de Cabine, als er dies entdeckte, fast die Augen aus dem Kopf fielen. Zumal er denselben Herrn schon gebeten hatte, sich in der Lautstärke zu mässigen. Schliesslich der Herr vor uns, der sich wohl noch im Yankee Stadium wähnte und seinen Müll laufend unter dem Sitz entsorgte. (Brech)reizende Zeitgenossen!

Nach einem wunderschönem Landeanflug, eingeleitet mit einer langgezogenen Rechtskurve, die einen imposanten Blick auf den Genfersee ermöglichte, hatten wir wieder schweizer Boden unter den Rädern. Und anstelle der Subway setzten wir uns in die gute alte SBB.

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Weils so schön ist…

Ohne Worte

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NY

Unseren letzten Tag im Big Apple liessen wir ruhig angehen. Nach einem feinen Zmorge – ihr wisst schon wo – spazierten wir die 5th entlang zum Empire State Buildung. Obwohl eigentlich geplant, verzichteten wir aus Zeitgründen auf den grossen Weitblick. Das machen wir bei unserem nächsten Besuch. Vielmehr zog es uns ins Macy’s, wo noch eine Tauschsession Dollars gegen Ware traktandiert war.
Vier Stunden, inkl. Lunch, durchstöberten wir das selbsternannte grösste Kaufhaus der Welt. Da Macy’s keine Fenster kennt, wurden wir beim Verlassen des Konsumtempels von einem längeren heftigen Wolkenbruch überrascht. Es gelang uns bei einem Strassenhändler drei billige Regenschirme zu ergattern und ein Taxi brachte uns schliesslich in die Nähe unseres Hotels.

Aufgrund der Wetterlage bangten wir kurze Zeit um den Abschlussabend unserer fünfwöchigen USA Reise. Doch der Concierge hatte gute Nachrichten bezüglich Wettervorhersage: Die Yankees konnten spielen. So machten wir uns via Subway D auf in die Bronx zum Yankee Stadium, wo wir den Lokalmatadoren die Daumen gegen die Los Angeles Angels drückten. Auch wenn wir die Regeln nicht genau kennen, die Show, die Ambience und das Drumherum macht einfach Spass. Keine Randale, keinen Primitivismus – so sollte es sein.

Beim mitternächtlichen Spaziergang vom Central Parc den Broadway hinab via Times Square zurück zum Hotel genossen wir noch einmal die einzigartige Stimmung und waren uns einig: Wir kommen wieder.

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Nordwärts

Zum letzten mal pflegten wir in MB unser morgendliches Ritual: Frühstück bei Starbucks. Heute ein ganz besonderes Zmorge. Während wir nämlich herzhaft in unsere Cakes bissen und dazu augenöffnendes und schmackhaftes Gebräu schlürften, machte eine schätzungsweise 60 bis 70 Jahre alte Obdachlose die Runde und bettelte für einen Quarter. Keiner war bereit, der Frau 25 Cents zu spenden. Als sie mich mit ihren hellblauen Augen anschaute, fragte ich sie, ob auch ein Dollar gehe. Sie strahlte mich an und nach einem „thank you Sir, thank you so much!“ drückte sie mir ein Müntschi auf die Schläfe. Ich war über ihre Reaktion erst erschrocken, im Nachhinein tief gerührt. Auch wenn ich annehme, das sie dies sicher schon einige Male gemacht hat, ja dass dies sogar ihre Masche sein könnte, hatte ich das Gefühl – aufgrund ihrer herzlichen Augen – dass sie es ehrlich meinte. Ich werde die Sutuation und damit die Homeless in den Staaten nicht so schnell vergessen…

Der Flug nach New York verlief ziemlich ruhig und wir sassen in der allerletzten Reihe. Eine Premiere. Am Ende der Röhre sass ich noch nie. Dafür schon etliche Male überm Flügel. Heute also freie Sicht…
Beim Drehen auf die Startbahn konnten wir für einen kurzen Moment deren, in Regen getauchtes Ende erkennen. Wir standen noch im Trockenen und rechts vom Jet gingen immer wieder Blitze nieder. Mit einem satten Steigflug wich der Pilot der Gewitterfront aus und brachte uns trocken zum Big Apple.
Während des Flugs der Küste entlang nach Norden konnten wir noch einmal einen Blick auf unsere ersten beiden Etappenziele werfen: Cocoa Beach und das Kennedy Space Center. Auch aus der Vogelperspektive ist die gewaltige Montagehalle nicht zu übersehen. Ebensowenig wie die noch verbliebenen beiden Startrampen, die Piste des Traktors, der das Shuttle jeweils zur Abschussrampe führte und last but not least, die Landepiste, auf der vor ca. zwei Wochen der (vorerst) letzte Touchdown einer Raumfähre stattfand.

Nach einem längeren Aufenhalt an der Gepäckausgabe, führte uns ein privates Taxi gekonnt durch den Traffic Jam zu unserem, in Steinwurfweite vom Times Square liegenden Hotel. Obwohl uns NY mit Regen empfing, ist der Anblick von Manhatten einfach gewaltig und nahezu unbeschreiblich. Morgen haben wir eine Sightseeing Tour gebucht, um die ganze Pracht von NY aufzusaugen. Das Wetter sollte dann wieder besser sein.

Während draussen die Sirenen heulen, die Autos hupen und Menschen schreien, geht unser Tag langsam zu Ende.

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